Ratssimulation (RaSi),
24./25. September 2011

Am 24. und 25. September 2011 verhandelte eine Gruppe engagierter Jugendlicher in der JEB-Ratssimulation (RaSi) unter dem Thema „Die EU-Klimapolitik auf dem Weg zum 30-Prozent-Ziel“ über ein neues europäisches Klima- und Energiepaket der EU.

 

Ratssimulation 2011

 

Die Simulation in den Räumlichkeiten in der Sophienstraße wurde am ersten Tag mit zwei einleitenden Vorträgen eröffnet. Zuerst informierten sich die Teilnehmer/innen in einem Vortrag von Julian Plottka über den Rat der Europäischen Union im politischen System der EU, bevor Sabrina Schärf in die Klimapolitik in der EU und auf globaler Ebene einführte.

 

Das Szenario der Simulation geht davon aus, dass das europäische Emissionsreduktionsziel von 20 auf 30 Prozent erhöht worden ist. Nun gilt es die Vorschläge der Kommission für zwei Rechtsakte zu verhandeln, die dieses Ziel sowohl für den Bereich des Emissionshandels als auch für die davon ausgenommenen Branchen umsetzt. Auf dieser Basis erarbeiteten sich die nationalen Delegationen der Mitgliedstaaten sowie die Lobbygruppen in der ersten Phase der RaSi die eigene Position für die sich anschließenden Verhandlungen.

 

Bereits am frühen Morgen des zweiten Simulationstages diskutierten die Delegationen, wie die Reduktionsziele umgesetzt werden und ein für alle Staaten tragfähiger Kompromiss gefunden werden kann. Hauptknackpunkt bei den Verhandlungen waren dabei die Reduktionsvorgaben für die Mitgliedstaaten der EU. Die Gewährung von Kompensationszahlungen bot sich den Delegationen dabei als Mittel zur Überzeugung klimapolitisch weniger ambitionierter Delegationen.Die Verhandlungsführung durch die belgische Ratspräsidentschaft ermöglichte schlussendlich doch noch einen Kompromiss, der zu einer einstimmigen Verabschiedung der beiden Rechtsakte am Sonntagnachmittag führte.

 

Die Teilnehmer/innen haben während der Simulation nicht nur ihr Wissen über die europäische Klimaschutzpolitik und das politische System der Europäischen Union vertieft und erweitert, sondern erfuhren auch, welche Mühen das Schmieden von Kompromissen und Abkommen bereitet.