Pressemitteilung zum 29.3.2017

Klares Statement für britische Expats!  

Nachdem die britische Regierung am heutigen Mittwoch formell den Austritt aus der EU erklärt hat, beginnt nun der zweijährige Trennungsprozess der EU vom Vereinigten Königreich. Dessen Auswirkungen sind im Detail jedoch noch ungewiss. Durch den Brexit geraten bisher als Selbstverständlichkeiten wahrgenommene Möglichkeiten wie Studien-   und Arbeitsmöglichkeiten, die persönliche Entwicklung junger Brit*innen in der EU und vieles mehr in Gefahr.

Es ist bisher völlig offen, wie nach dieser Zeit mit Bürger*innen aus Großbritannien, die in der EU leben, umgangen wird. „Es ist eine furchtbare Vorstellung für mich den Ort, der mein Lebensmittelpunkt geworden ist, nämlich Berlin, verlassen zu müssen. Jeden Tag treffe ich andere Britinnen und Briten, die ein ganzes Leben hier in Deutschland aufgebaut haben und täglich von dem sprachlichen, kulturellen und zwischenmenschlichen Austausch enorm profitieren.” stellt Jenny Hayhurst, selbst Britin und Mitglied im Vorstand der Jungen Europäischen Bewegung Berlin-Brandenburg (JEB) fest.

„Es müssen klare und verbindliche Regeln geschaffen werden, nach denen sich die Expats aus dem Vereinigten Königreich richten können“, fordert indes die Vorsitzende der Jungen Europäischen Bewegung Berlin-Brandenburg, Sophia Simon.
„Dabei muss unbedingt sichergestellt werden, dass Brit*innen, die seit einiger Zeit anderswo in der Europäischen Union leben als in ihrem Königreich auch dort bleiben dürfen. Es muss für die betroffenen Menschen ein dauerhaftes Recht zum Aufenthalt in der EU geben“ so die Vorsitzende weiter.

Etwas mehr als eine Millionen britische Expats leben im EU–Ausland und müssten unter Umständen nach Abschluss der zweijährigen Brexit-Verhandlungen zurückkehren – im schlimmsten Fall auch gegen ihren Willen. Ebenso ungeklärt ist nach wie vor das Schicksal der 3 Million EU-Ausländer*innen, die im Vereinigten Königreich leben. Ihr zukünftiger Status sollte nicht als Verhandlungsmasse in den nun anstehenden Austrittsverhandlungen missbraucht werden.

”Der bevorstehende Brexit birgt allerdings auch die Chance in sich, zu erkennen, dass nationale Egoismen endlich wieder der Vergangenheit angehören sollten. Das Einzige, das Europa dauerhaft voranbringt, ist seine Föderalisierung“, so die Vorsitzende abschließend.

 

Expats, we still love you

 

 

Press release: 29.3.2017

Clear statement for British expats!

Today (Wednesday), the British government formally announced the United Kingdom’s exit from the EU, marking the start of the two-year separation process. The decision to leave the EU threatens the future of possibilities that have, up until now, been considered a matter of course: work and study opportunities, the personal development of young British citizens through cultural and linguistic exchange, and much, much more.

There is currently no clarity regarding the status of British citizens living in the EU after the end of the two-year process. “The idea of having to leave Berlin, a place that has become a real home from home for me, is a horrible thought. Every day, I meet other Brits who have put down roots here in Germany, and for whom the daily contact with other people, languages, and cultures is extremely valuable,” says Jenny Hayhurst, British herself and a committee member of the Young European Movement Berlin-Brandenburg (JEB).

Sophia Simon, chair of the JEB, emphasises that “clear and binding rules must be established to clarify the status of expats from the United Kingdom.”
“As part of this process, it is vital that British citizens who have been living in other parts of the European Union be allowed to remain in their country of residence. They must be granted the permanent right to remain in the EU,” continued Sophia Simon.

More than a million British expats live abroad in the European Union. The worst case scenario could see them be forced to return to the United Kingdom against their will after the end of the two-year Brexit negotiation process. The future of the 3 million EU citizens from outside the UK living in the UK is still equally unclear. Their future status should not be used as a bargaining chip in the upcoming Brexit negotiations.

As Sophia Simon concludes, “We believe that Brexit also offers the chance to recognise that national egos should be consigned to the past once and for all. The only way to save Europe from failure is to federalise it.”

 

JEF Europe Statement: https://www.jef.eu/news/jefnews/statement-a-dark-day-for-the-european-project-that-needs-to-turn-into-a-fresh/