JEB-JEUniP-Austausch in Paris

Vom 27. April bis zum 1.Mai fand der erste Teil des jährlichen Twinnigs zwischen der JEB und der JEUniP statt. Der diesjährige Austausch befasste sich mit den Wahlen in Frankreich und Deutschland sowie dem wachsenden Rechtspopulismus in Europa.
Gegen Donnerstagnachmittag begann der Austausch entspannt bei einem gemeinsamen Brunch und setzte sich mit Teambuilding auf dem Place des Vosges sowie Museumsbesuchen fort.
Am nächsten Morgen stand dann das erste Expertenmeeting an, das sich um die Auswirkungen der Wahlen auf eine gemeinsame Verteidigungspolitik drehte. Der Referent Samuel Faure, ein Professor der Science Po, stieß zudem eine generelle Debatte über die Ziele der JEF an. Nach einer Mittagspause teilte sich die Gruppe auf: Die Mehrzahl der Teilnehmer unternahm eine Führung durch den Sénat, während eine kleinere Gruppe, die diesen bereits im vergangenen Jahr besucht hatte, sich einem französischen Tandem anschloss, um Schüler*innen einer Grundschule Europa zu erklären.
Der dritte Tag stand dann ganz im Zeichen der Wahlen: Welche Kandidaten kämpften bei den Primaires gegeneinander? Wie wurden die Chancen der Kandidat*innen im ersten Wahlgang wahrgenommen? Wird sich Macron im zweiten Wahlgang am siebten Mai gegen Marine Le Pen durchsetzen? Wie ist die Lage in Deutschland – gibt es Parallelen zwischen der AfD und der FN? Und zu guter Letzt natürlich: Welche Auswirkungen haben die Wahlen auf die deutsch-französischen Beziehungen und die EU? Die angeregte Diskussion zu all diesen Fragen setzte sich noch bis in die Mittagspause hinein fort und wurde anschließend auf die Straße getragen, da für den Nachmittag das Verteilen von proeuropäischen Flyern und Gespräche mit Passanten auf dem Programm standen.
Da am Abend eine französische Teilnehmerin eine WG-Party schmiss, wurde der Sonntag ruhig angegangen: Erst gegen Mittag begann das Programm mit „Speeddebating“ zu europäischen Herausforderungen wie bspw. dem wachsenden Rechtspopulimus und schloss dann mit einem gemeinsamen Besuch von Pulse of Europe in Paris. Grandios war dann am Abend das zweigängige Abschiedsmenü in einem französischen Restaurant, bei dem die Teilnehmer*innen die freie Wahl zwischen Schnecken, Foie Gras und Crême Brûlée hatten.
Zum Abschluss am Montag besuchten wir dann noch gemeinsam ein weiteres Museum und nahmen an der Demonstration gegen den Front National teil.

Nach so vielen spannenden Diskussionen, gutem Essen und einer tollen Stimmung in der Gruppe blicken wir der Ankunft der Französ*innen am 25. Mai schon mit Freunde entgegen!