Jahresrückblick 2017: Europa ist wieder in!

Die Vorsitzende der JEB Sophia Simon nutzt die Gelegenheit auf das vergangene Jahr zurück zu blicken: „Nachdem 2016 für Europa kein gutes Jahr war, konnte dieses Jahr nur besser werden. Das hat glücklicherweise auch geklappt: Anfang Januar wurde Alexander van der Bellen (Die Grünen) zum Präsidenten Österreichs ernannt, in den Niederlanden wurde eine Regierungsbeteiligung des Europa-Feindes Wilders verhindert und ein außerordentlich visionärer proeuropäischer Emmanuel Macron wurde zum Präsidenten Frankreichs gewählt. Während das Jahr 2016 von europäischen Untergangsszenarien geprägt war, blicken wir 2017 auf ein vergleichsweise proeuropäisches Jahr mit zukunftsweisenden Wahlen sowie das 60-jährige Jubiläum der Römischen Verträge zurück“.

Nichtsdestotrotz stand die EU auch 2017 vor weiteren Bewährungsproben: Die ungelöste Euro-Krise, die Flu?chtlingskrise, der Brexit, der Aufstieg rechtspopulistischer Parteien – die Europäische Union ist in einer existentiellen Krise. Eine Lösung der Flüchtlingsfrage ist nicht wirklich in Sicht. Polen und Ungarn verstoßen weiterhin gegen rechtsstaatliche Prinzipien und auch bei den Brexit-Verhandlungen gibt es kein wirkliches Vorankommen. Ganz zu schweigen von der sich vertiefenden Spaltung der europäischen Gesellschaften. 

„Nach der Bundestagswahl müssen die Weichen für die Zukunft Europas jetzt richtig gestellt werden. Der passende Moment ist jetzt oder nie: Juncker und Macron haben den Diskurs über mutige Reformen angestoßen, nun liegt es an Deutschland, Bereitschaft für einen offenen Diskurs über unser Europa der Zukunft zu zeigen. Wir wollen nicht noch einmal ein Jahr 2016 erleben, in dem das Scheitern des europäischen Gemeinschaftsprojekts fast zur Realität wurde“ so stv. Vorsitzende Katja Sinko.

 Die persönliche Bilanz der Aktivitäten der Jungen Europäischen Bewegung fällt  positiv aus: „Im Lichte der Veränderung der politischen Großwetterlage mit einem Präsidenten Trump und dem Brexit hat die JEB im ablaufenden Jahr eine Ganze Reihe sehr guter Vorhaben auf die Beine gestellt“ so Vorsitzende Sophia Simon weiter. „Die Kampagne THE EUROPEAN MOMENT – an der die JEB maßgeblich beteiligt war – hat sich Anfang des Jahres das Ziel gesetzt, die Eigenbrötlerei der einzelnen proeuropäischen Organisationen zumindest bezüglich des kleinen gemeinsamen Nenners zu beenden und für das große Ganze an einem Strang zu ziehen – Europa retten und im Rahmen der Petition Bundestag #MachsEuropäischfür Europas Demokratisierung einstehen“ so Initiatiorin Katja Sinko. Noch nie wurden Forderungen zur Demokratisierung der EU von so einem breiten Bündnis aus proeuropäischen Organisationen der Zivilgesellschaft getragen. DANKE an alle, die daran glauben, dass wir gemeinsam stärker sind. Das zeigte sich auch beim March for Europe am 25. März 2017 in Berlin, zu dem über 6000 Menschen kamen.

Genau so wichtig waren die vielen „kleineren“ Veranstaltungen. Hier sind unter anderem die Europäischen Literaturabende, die Veranstaltungen zur Europäischen Sozialpolitik und zur Zukunft der EU27, der Austausch nach Paris und die Diskussionsveranstaltungen mit jungen Menschen aus Polen und Ungarn in besonders guter Erinnerung geblieben. 

Der gesamte Vorstand ist sich einig: „ Es war ein super Jahr und wir freuen uns sehr auf viele spannende Veranstaltungen und Projekte in 2018. Vielen dank für eure Mithilfe!

Ganz getreu unserem Motto: „Europa ist, was wir daraus machen“ – lasst uns gemeinsam 2018 noch mehr aus Europa machen als 2017.“

Das Jahr neigt sich dem Ende und der Vorstand der Jungen Europäischen Bewegung wünscht frohe Weihnachten, erholsame Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr.