European Youth Event - EYE 2016, 20.-21. Mai 2016

Together we can make a change – Unter diesem Motto veranstaltete vom 20. bis 21. Mai das Europäische Parlament das European Youth Event (EYE) 2016. Eine bunte Veranstaltung für junge, interessierte und engagierte Menschen aus 39 verschiedenen Ländern. Auch wir, die Junge Europäische Bewegung (JEB) Berlin-Brandenburg, konnten dank der Unterstützung von MdEP Susanne Melior ein Teil dieses einzigartigen Events werden.

 

Donnerstag, Berlin Hauptbahnhof, 06:04 Uhr, der ICE 1091 fährt ein. Eine Gruppe bestehend aus zehn jungen Leuten besteigt den Zug in Richtung Straßburg. Nach einer langen, aber entspannten Zugfahrt mit Aufenthalten in Mannheim und Offenburg sah man es – das eintürmige Straßburger Münster. Das Wahrzeichen einer Stadt, die wie keine andere für die europäische Idee – ein in Frieden geeintes Europa – steht. 

 

Für genau diese Idee steht das EYE. Wir zehn JEBer*innen hatten die Möglichkeit auf dem Gelände rund um und im Europäischen Parlament Vorträge, Workshops und Podiumsdiskussionen zu verfolgen, mitzudiskutieren und mitzugestalten. Die Workshops wurden zu den europapolitisch kontroversen Themen War and Peace, Apathy or Participation, Exclusion or Access, Stagnation or Innovation vor dem EU Parlament in Pagodenzelten veranstaltet. Parallel fanden im Parlamentsgebäude Podiumsdiskussionen und Vorträge mit verschiedensten Referent*innen der EU-Institutionen, NGOs und Vertreter*innen der Zivilgesellschaft statt. So konnten wir beispielsweise nach der Eröffnung im Plenarsaal in einer Podiumsdiskussion zur Zukunft Europas mit vier der Vize-Präsidenten – Mairead McGuinness (EVP, Irland), Sylvie Guillaume (S&D, Frankreich), Rainer Wieland (EVP, Deutschland) und Ulrike Lunacek (Grüne/EFA, Österreich) – unsere Ideen diskutieren. Neben dem Austausch mit den geladenen Gästen stand vor allem der Dialog mit anderen jungen Europäer*innen im Mittelpunkt. Besonders inspirierend und wertvoll war für uns die anderen Perspektiven zu den Herausforderungen der EU zu erfahren und diese zu debattieren.

 

Ein besonderes Highlight für uns war das Platznehmen auf einem der 751 Sitze im Plenarsaal. Der beeindruckende Raum, an dessen Stirn die zwölf goldenen Sterne auf blauem Untergrund zu sehen sind. Man fühlt sich gleich wie ein richtiges Mitglied des Europäischen Parlaments und zahlreiche Ideen für ein zukünftiges Europa durchströmen unsere Köpfe. Together we can make a change! – Diese Visionen und Ideen haben wir in den unzähligen Workshops und Diskussionen bereits kreiert, jetzt geht es ans Umsetzen. Dafür werden in den kommenden Wochen unsere Ideen und Schlussfolgerungen den MdEP’s präsentiert.

 

Auch die Vielfalt europäischer Kultur kam nicht zu kurz: Im gesamten Parlamentsgebäude sowie davor gab es Darbietungen verschiedenster Form aus allen Ländern. So sah man kurze Theateraufführungen, Chöre, die landestypische Lieder sangen, beeindruckende Tanzeinlagen und vieles mehr. Ebenso wurden soziale Medien mit Fotos und kurzen Videos bespielt, die man im Parlament aufnehmen lassen konnte. So können wir alle beim Anblick dieser, an ein schönes und lehrreiches Wochenende in Straßburg zurückdenken. Die Verbundenheit zu all diesen Menschen an diesem Wochenende sorgte für ein wahrhaftiges Wir-Gefühl, ein Gefühl der überwundenen Nationalität, ein europäisches Gefühl.

 

Am Abend sprangen wir dann gemeinsam voller gewonnener neuer Eindrücke mit einem großen Lächeln im Gesicht zu Balkan Beats im Takt – Mit einem eigens für die EYE-Teilnehmer*innen veranstalteten Konzert endete das EYE2016. 

 

Den Sonntag nutzten wir um eine Stadtführung zu machen, wo wir viele historische und interessante Fakten über Straßburg erfuhren und wichtige Orte erkundeten. Außerdem gab es anschließend den allseits bekannten und wirklich deliziösen Elsässer Flammkuchen.

 

Sonntag, Straßburg Hauptbahnhof, 17:52 Uhr, ein kleiner Regionalzug mit dem Ziel Offenburg fährt ein und die Gruppe, bestehend aus 10 jungen Leuten springt in den Zug. Von dort geht es geradewegs Richtung Berlin. Vollkommen erschöpft, aber glücklich kommen sie dann schließlich mit typischer Deutsche Bahn Verspätung um 1:50 Uhr am Berliner Hauptbahnhof an. 

 

Wir, die Junge Europäische Bewegung (JEB) Berlin-Brandenburg, möchten uns noch einmal recht herzlich bei MdEP Susanne Melior für Ihre Unterstützung bedanken. Dadurch konnten wir viele interessante Eindrücke, neues Wissen und viele neue Erfahrungen sowie Bekanntschaften sammeln. Wir gehen motiviert aus dem Wochenende heraus und werden diesen neuen Elan in unsere laufenden und zukünftigen Projekte mit einbringen, um unseren Beitrag zur europäischen Einigung beizutragen. Denn Europas Zukunft ist, was wir draus machen. Nur gemeinsam – geeint in Vielfalt – können wir das Europa der Zukunft gestalten und verändern.

 

In zwei Jahren sind wir hoffentlich wieder dabei. Vielen Dank!