Erstes Treffen der AG Wirtschaft zum Thema EZB

Die AG Wirtschaft hat sich am Montag, den 23. März 2015 getroffen und über die aktuelle Geldpolitik der Europäischen Zentralbank diskutiert.

Sitzung der AG-Wirtschaft März 2015

Georg, Vorstandsmitglied und einer der Leiter der AG, hat zunächst eine Einführung über die Grundlagen der Inflationstheorien und die geldpolitischen Instrumente der EZB gegeben. Insbesondere das im März begonnene Programm zum Ankauf von Staatsanleihen, das sogenannte Quantitative Easing, wurde dabei betrachtet.

In der Diskussion haben sich verschiedene Standpunkte ergeben. Einige argumentierten, die niedrige Inflation in der Eurozone und die anhaltend geringe Kreditvergabe in vielen Euro-Ländern mache die lockere Geldpolitik notwendig. Kritiker sagten, dass dies Druck von den Regierungen nehmen werde, um nachhaltige Strukturreformen anzugehen. Außerdem könnten durch die gestiegene Geldmenge Blasen u.a. am Immobilien- oder Aktienmarkt entstehen, da Investoren auf der Suche nach Rendite immer größere Risiken eingehen. Einigkeit bestand darin, dass die EZB als europäische Institution alles tut, um ein Auseinanderfallen der Eurozone zu verhindern und damit der falsche Adressat für die massiven Proteste vom 18. März in Frankfurt am Main war.

Insgesamt haben sich in der Galerie in der Sophienstraße etwa 10 JEBer und interessierte Nicht-Mitglieder zusammengefunden und für einen erfolgreichen Auftakt der AG Wirtschaft 2015 gesorgt. Nach der Diskussion ist der Abend bei einem gemütlichen Get-Together im Innenhof ausgeklungen.

23.03.2015