Die JEB Berlin lernt die Jungen Europäer aus Paris (Jeunip)  kennen.

Ein Doppelaustausch, ein Thema: Europawahl 2014.

In Vielfalt geeint - so lautet das Motto der EU. Und ganz sicherlich haben wir, Mitglieder der Jungen Europäer Bewegung Berlin Brandenburg und der Jeunes Européens Universités de Paris (JeUniP) diesem Motto zugestimmt! Wir haben uns tatsächlich im Mai (16.05  – 20.05) in Paris und im Juni (5. 06 – 10. 06) in Berlin getroffen. Thema: „Vor der Wahl ist nach der Wahl“. Die Europawahl ist nämlich der zentrale Punkt der zum Teil von dem DFJW finanzierten Partnerschaft zwischen den Berliner und Pariser Gruppen.    

Der Austausch ist auch die Möglichkeit, in die Kultur vor Ort einzutauchen. Jeder wird bei seinem Partner beherberget und versucht gerne, sich einzuleben, zumal das Wetter immer wunderschön ist. Deutsche genießen Baguette, Käse und Wein, während Pariser Bier und Currywurst lecker finden. Doch Kulturschocks können nicht vermieden werden! Welcher Franzose hätte raten können, dass Fußgänger nur bei grünem Ampel über die Straße gehen? Haben die Deutschen wie echte Pariser geschimpft, als ihr Hinflug wegen eines Streiks in Frankreich abgesagt wurde? Zumindest bemühen sich alle, etwas von der Sprache der anderen zu lernen. Mehrere Unterschiede, die uns auffallen, zum Lächeln bringen oder manchmal etwas ärgern können.

Außerdem sind diese Unterschiede von bedeutendem Vorteil, wenn es darum geht, über die Europawahl zu debattieren, sei es während Seminaren unter uns oder auf der Straße. In Paris einigen sich Franzosen und Deutschen über Europaspiele, die sie Passanten draußen in Châtelet auf dem Village Européen (einem riesigen Stand) vorstellen werden, um sie zum Wählen zu ermuntern. Jede Gruppe zeigt auch den anderen, welche Programme sie in ihrem Land veranstalten. Während Franzosen erklären, wie das Programm Europe à l’école (Europa in der Schule) funktioniert, zeigen ihnen Deutsche die SIMEP. Man stellt dazu in Paris fest, dass es von beiden Seiten eine Zeitung gibt: Le Taurillon-en –Seine in Frankreich, und Move, in Deutschland. Später im Juni wird in Berlin über die Wahlergebnisse diskutiert. Was für eine Ehre! Franzosen nehmen in dem Europäischen Haus beim Brandenburger Tor Platz und hören Manuel Müller zu. Danach wird auch beim Sitz der JEB auf dem Hanecker Platz über den Populismus und die euroskeptischen Parteien gesprochen.

Nebenbei werden wir alle zu Touristen, als wir guter Laune kulturelle Besichtigungen machen. Wir gehen in Versailles spazieren, machen Bateau-Mouche auf der Seine in Paris, während wir um die damalige Berliner Mauer Rad fahren in Berlin, Sehenswürdigkeiten besichtigen, eine von einem SPD Abgeordneten wunderbare Führung im Bundestag machen und den Karneval der Kulturen miterleben. Eine Entdeckung der schönen Vielfalt, die uns erinnert, wie wichtig uns Europa ist. Wir werden diese Partnerschaft zwischen Jungen Europäern pflegen! Denn Einigkeit macht stark und Kulturschocks machen Spaß.  

 

Marjorie Even (Jeunip), Juni 2014.