EUre Debatte on tour

Am 25. März war die JEB mit der Euren Debatte zu Besuch in dem F. F. Runge Gymnasium in Oranienburg, 2 Wochen später machte die Eure Debatte Halt in Falkensee am Lise-Meitner-Gymnasium. Beide Termine waren ein voller Erfolg und hat den Schülern wie uns gleichermaßen viel Spaß gemacht. 

 

Wie wichtig ist uns die Wirtschaft?

F. F. Runge Gymnasium in Oranienburg

Voller Elan und guter Laune machten wir uns am Dienstagmorgen, den 25. März um halb sieben auf den Weg nach Oranienburg, wo auf uns die Schülerinnen und Schüler des F. F. Runge Gymnasiums gewartet haben. Vor uns hatten wir spannende Unterrichtsstunden, die wir mit Debatten über Migration, Wirtschaft in der EU und natürlich der kommenden Europawahl verbringen wollten. Nichts konnte unsere gute Laune verderben: nicht das verpasste Frühstück, nicht der Polizeieinsatz, nicht die ausgefallene S-Bahn- gar nichts. Nach einer kleinen Odyssee haben wir es geschafft rechtzeitig an das Gymnasium anzukommen.

In der ersten „Runde“ haben sich die Schülerinnen und Schüler aus der 11. und 12 Klasse mit dem Thema: „Braucht die EU Einwanderung, um die stagnierende Wirtschaft anzukurbeln?“ befasst. Im Hintergrund standen das aktuelle Problem der hohen Fluktuation der Arbeitnehmer innerhalb des Binnenmarkts und der zum 01.01.2014 geltende volle Zugang zum Arbeitsmarkt für Bulgaren und Rumänen. Was ist wahr an den Stimmen, die eine Art von „Sozialtourismus“ und „Armutsmigration“ befürchten? Was ist eigentlich die Arbeitnehmerfreizügigkeit und wie funktioniert diese innerhalb der EU? Was sind ihre positiven und negativen Auswirkungen? Die Schülerinnen und Schüler wurden in eine Pro- und eine Contra-Gruppe aufgeteilt, um jeweils die unterstützenden Argumente für „ihre“ Ansicht an das Thema zu finden. In der letzten Phase haben sie ihre Argumente in einer offenen Diskussion ausgetauscht. Unser heimliches Ziel war es, auf die potentiellen negativen Auswirkungen der Arbeitnehmerfreizügigkeit aufmerksam zu machen, gleichzeitig aber auch jegliche Vorurteile und unbegründete Sorgen auszuräumen, die mit der Ein- und Auswanderung innerhalb der EU verbunden sind.

In der zweiten Teil haben wir uns auf das Thema Wirtschaft konzentriert, konkret auf die These: „Uns verbindet in der EU nur die Wirtschaft“. Wiederum hatten die Schülerinnen und Schüler aus den 7. bis 11. Klasse die Möglichkeit gehabt, zuerst in einer kleinen Pro- oder Contra-Gruppe ihre Argumentation für oder gegen die These auszuarbeiten und danach in einer großen Runde die Argumente auszutauschen. Beiden Gruppen ist es gelungen eine wunderbare Argumentationslinie vorzubereiten. Zum Schluss haben wir alle festgestellt, dass Programme wie Erasmus und Comenius, Städte- und Regionenpartnerschaften, gegenseitige Solidarität, Achtung der Menschen- und Grundrechte und der heute so selbständige Frieden aus Europa mehr als nur ein wirtschaftliches Bündnis machen.

 

 

 

Europawahl: Was bedeutet es für die Erstwähler?

Lise-Meitner-Gymnasium in Falkensee

Am 10. April waren wir zu Besuch in Falkensee an dem Lise-Meitner-Gymnasium. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schüler der 11. und 12. Klasse haben wir das Thema der kommenden Europawahl genauer unter die Lupe genommen. Zuerst haben wir ein kleines einführendes Spiel gespielt, bei welchem die Schülerinnen und Schüler verschiedene Zahlen den richtigen „Ereignissen“ der europäischen Geschichte und Gegenwart zuordnen mussten um sich auf die Debatte über die Europawahl vorbereiten zu können. Wir waren von den breitgefächerten Kenntnissen der Schülerinnen und Schüler begeistert!

Danach teilten wir die Klassen- wie üblich- in eine Pro- und eine Contra-Gruppe ein und sammelten die Argumente dazu, ob es sich also überhaupt lohnt, dieses Jahr am 25. Mai wählen zu gehen. Die Contra-Gruppe argumentierte unter anderem mit der Bürgerferne der Brüsseler Institutionen und der immer noch mangelnden Befugnissen und Kompetenzen des Europäischen Parlaments, die die Abgabe unserer Stimmen quasi ins Leere laufen ließe. Die Pro-Gruppe wies darauf hin, dass durch den Lissabon-Vertrag die Befugnisse des EP deutlich gestärkt wurden und dass die neue Stärke des Parlaments dieses Jahr auch durch die wichtige Teilnahme an der Wahl des Kommissionspräsidenten bzw. –präsidentin zum Ausdruck gebracht wird. Weiterhin erwähnten die Schülerinnen und Schüler auch die vielen Gesetzgebungsakte, die das Europäische Parlament zusammen mit dem Ministerrat verabschiedet und die alle Bürgerinnen und Bürger in Europa direkt tangieren, da sie in jedem Mitgliedstaat gelten. Ein wichtiger Streitpunkt der Debatte war der potentielle Einfluss der extremistischen Parteien auf das Wahlergebnis und die negativen Folgen, die aus deren Vertretung im Europäischen Parlament strömen könnten.

Um die Debatte plastischer zu machen, haben wir unseren Hasen-Erstwähler mitgenommen und die Schülerinnen und Schüler gebeten dem unentschiedenen Hasen je nach der Zuordnung zur Pro- oder Contra-Gruppe Ratschläge zu geben, ob er nun wählen gehen soll oder nicht. Unser Hase sorgte für eine entspannte Atmosphäre, gleichzeitig bewegte er die debattierenden Schülerinnen und Schüler dazu, ihre Argumente genau und konkret zu formulieren.

Die Contra-Wahl Argumente dürfen wir jedenfalls nicht auf die leichte Schulter nehmen.  Europäischen Institutionen müssen für die Kritik und konstruktive Verbesserungsvorschläge offen bleiben. Nichtdestotrotz vertreten wir bei der JEB die Meinung der enormen Wichtigkeit jeder einzelnen Stimme und hoffen, dass wir alle Schülerinnen und Schüler, die dieses Jahr bereits wählen können, davon überzeugt haben, am 25. Mai ihre Stimme abzugeben und sich für das Geschehen in der EU weiter intensiv zu interessieren.

Beide EUre Debatten war dank unseren tollen Helferinnen und Helfern von der JEB und den begeisterten Schülerinnen und Schüler beider Gymnasien, die ihre Bereitschaft zu diskutieren und neue Kenntnisse zu erwerben, gezeigt haben, ein großer Erfolg. Auch die Presse wurde auf uns aufmerksam und stimmte zum Loblied an. 

Am Dienstag, den 6. Mai bereiten wir die nächste und größte Debatte dieses Jahr am von Saldern Gymnasium in Brandenburg an der Havel, wo wir erneut mit den Schülerinnen und Schülern aus insgesamt fünf Klassen über das Thema der Europawahl diskutieren wollen. Jede und jeder, der dabei sein und mit den Klassen diskutieren möchte, ist herzlich willkommen!

 

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