EUre Debatte im Bernhardinum von Fürstenwalde,
30. Januar 2013

Am 30. Januar machten sich drei JEBerinnen auf, um im Bernhadinum von Fürstenwalde in Brandenburg EUre Debatte durchzuführen. Nachdem einige Hindernisse überwunden waren, eine JEBerin konnte in Berlin nur noch dem abfahrenden Zug hinterher schauen, ging es auch schon los.


Das Thema dieser EUrer Debatte war die Migrationspolitik der Europäischen Union. Eine besondere Herausforderung waren die bunt zusammengewürfelten Schülerinnen und Schüler, die aus mehreren Altersstufen kamen, da die Schule „Die Tage der Politischen Bildung“ organisierte und jeder sich sein Lieblingsprojekt aussuchen konnte.


Wie zu Beginn einer jeden EUren Debatte durften die Schülerinnen und Schüler zuerst abstimmen. Die Frage des Tages lautete: Soll die EU die Einwanderung in die EU erleichtern? Die Antwort war eindeutig: Bis auf zwei Schülerinnen und Schüler sprachen sich alle gegen die Erleichterung der Einwanderung in die EU aus.

 

Danach machten sich die Schülerinnen und Schüler an die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema Migration. Ein Film über die Hintergründe, Geschichte und Ursachen von Migration war die Basis für die folgende Gruppenarbeit. Die Schülerinnen und Schüler wurden in zwei Gruppen geteilt, in einer erarbeiteten sie sich die Vorteile von Migration und in der anderen die Nachteile. Die schwierigste Aufgabe aber kam erst noch. Beide Gruppen präsentierten Ihre Argumente und versuchten die jeweils andere Gruppe zu überzeugen. Auf ein Pro-Argument folgte ein Contra-Argument, leidenschaftlich vorgetragen von den Schülerinnen und Schülern. Die zweite Abstimmung zeigte welche Gruppe überzeugender war. Wieder lautet die Frage: Soll die EU die Einwanderung in die EU erleichtern? Das Ergebnis war nicht mehr eindeutig, sondern ein Unentschieden. Das Ergebnis lässt zwei Befunde zu, erstens war wahrscheinlich die Pro-Gruppe überzeugender. Zweitens lässt das Ergebnis vermuten, dass die Auseinandersetzung mit dem Thema Migration einen Denkprozess angestoßen hat, welcher sich im veränderten Abstimmungsergebnis zeigte.

 

Zum Abschluss versuchten sich die Schülerinnen und Schüler an einem Geschichtsband zur Europäischen Union. Wichtige Ereignisse und Beitritte wurden von den Schülerinnen und Schüler in die richtige geschichtliche Reihenfolge gebracht. Für einige war das ein wirkliches Aha-Erlebnis.

Der Besuch in der Schule in Fürstenwalde machte wieder einmal deutlich: EUre Debatte ist geeignet sensible, mit Vorurteilen besetzte Themen zu behandeln und ein Denkanstöße zu geben.

 

Zufrieden machten sich die JEBerinnen auf den Rückweg nach Berlin, diesmal ohne den Zug zu verpassen.