Podiumsdiskussion: Bosnien und Herzegowina auf dem Weg in die EU?, 25. April 2012

Vor fast genau 20 Jahren hat Bosnien & Herzegowina seine Unabhängigkeit erklärt. Im darauf folgenden Krieg kamen von 1992 bis 1995 etwa 100.000 Menschen ums Leben, mehr als zwei Millionen Bosnier flohen oder wurden vertrieben. Die Spuren dieses gewalttätigen Konflikts im Südosten Europas sind noch immer sichtbar. Das Land ringt mit ökonomischen und politischen Problemen. Die Spannungen zwischen den Bevölkerungsgruppen sind noch längst nicht überwunden.

 

Um mehr über die aktuelle politische Lage des Balkanlandes zu erfahren und um über die Aussichten einer EU-Mitgliedschaft zu diskutieren, veranstaltete die AG Balkan der Jungen Europäischen Bewegung Berlin-Brandenburg am 25. April in Berlin-Mitte eine Podiumsdiskussion mit Abgeordneten des Deutschen Bundestags. Mit uns diskutieren Michael Brand MdB (CDU), Ulrich Finkenbusch (Referent für Außenpolitik der FDP-Fraktion), Josip Juratovic MdB (SPD) und Manuel Sarrazin MdB (Bündnis 90/ Die Grünen).

Bei gefülltem Saal entspann sich eine interessante Diskussion zu der aktuellen Lage und den Problemen Bosnien & Herzegowinas. Das ganze gewann zusätzliche Spannung durch spannende Beiräge und Erfahrungsberichte von Studenten aus Bosnien & Herzegowinas. Jedoch zeichnete sich ab, dass dem Land in seiner aktuellen Situation eine schwierige Zukunft vorausgesagt wird, welche nicht nur durch das Abkommen von Dayton begründet ist.

Den Ausklang bildete das Spiel des FC Bayern München in der K.o.-Phase der UEFA Champions League, welches begeistert verfolgt wurde.