Zum ersten Mal in der Geschichte der Europäischen Union ist in der vergangenen Nacht ein Mitgliedstaat aus der Union ausgetreten und so zum Drittstaat geworden. Dieses Ereignis ist ein tiefer Einschnitt in das Leben der Unionsbürger*innen, gleichzeitig aber eine echte Chance. 

„Lange Jahre schien es für zu viele Menschen selbstverständlich zu sein, dass die europäische Einigung und das Zusammenrücken der Menschen über Grenzen hinweg unumkehrbar seien. Diese Illusion ist spätestens in den frühen Morgenstunden des heutigen Tages zerplatzt. Um es nochmal ganz klar zu sagen: All das was wir erreicht haben im Zuge der europäischen Integration, Frieden, Rechtsstaatlichkeit, Wohlstand, Freiheiten, Sicherheit, könnte vor die Hunde gehen“ verdeutlichte der Vorsitzende der Jungen Europäischen Bewegung (JEB), Gabriel Pritz.

„Wenn alle Beteiligten in diesem einmaligen Moment auch nur einen Augenblick innehalten und sich der Dramatik bewusst werden, dass nationale Egoismen die europäische Union in eine dauerhafte Krise gestürzt haben, dann kann ein schöpferisches Moment entstehen. Zwar ist der Brexit nach wie vor nichts Gutes, aber er birgt eine echte Chance für einen neuen Anfang in so vielen festgefahrenen Bereichen. Damit es eben nicht zu weiterer Desintegration kommt, muss Nationalismus über Bord geworfen werden! Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union müssen diese historische Chance nutzen und endlich mutige Reformen einleiten“ fordert Lea Nitsch, Beisitzerin im Vorstand der JEB.

Der gesamte Vorstand der JEB ruft die Regierungen der Mitgliedstaaten dazu auf, sich der Föderalisierung der Europäischen Union nicht länger in den Weg zu stellen!